«

»

Grün – Grüner – Matcha: der neue Tee – Trend?

Matcha: Was ist das?

„Matcha ist jenes leuchtend grüne Teepulver, das mit dem seltsamen kleinen Bambusbesen in diesen dickwandigen, unregelmäßig glasierten Keramikschalen zum gleichnamigen Getränk aufgeschäumt wird“ (Anna Burghardt, Tee! Tee! Tee!, 2012)

Matcha ist der Tee der japanischen Teezeremonie. Ein sehr hochwertiger, edler japanischer Pulvertee mit kräftig tiefgrüner Farbe. Er ist das in Steinmühlen gemahlene Blattfleisch des grünen Tencha-Tees. 

Matcha pulver

Beim Matcha wird nicht wie bei den anderen Tees der Aufguss (Infusion) getrunken, sondern es wird die gesamte Pflanze konsumiert. Somit nimmt man natürlich mehr Inhaltsstoffe des Tees auf, als bei einem Aufgussgetränk. Lediglich 10 bis 20% der Wirkstoffe im Tee sind wasserlöslich und können somit beim Trinken des Aufgusses aufgenommen werden. Eine Schale Matcha hat nahezu die gleichen wertvollen Inhaltsstoffe wie ca. 2 Liter grüner Tee.

Matcha: Wie wird er hergestellt?

Matcha bedeutet gemahlener Tee!

Um das köstliche Pulver zu erhalten, wird die Teepflanze zunächst ca. 2 – 4 Wochen bis zur Ernte beschattet. Der Pflanze bleibt dann nur noch etwa 10% der sonst üblichen Sonneneinstrahlung. Warum macht man das? Der Grund ist, dass durch diese Beschattung Chlorophyll und Aminosäuren gebildet werden, die wiederum den Geschmack des Tees bestimmen. Die Kunst einen guten Matcha herzustellen, liegt im Wissen über die Beschattung: Wie beschatte ich und vor allem wie lange? Der Schatten soll einerseits ausreichend sein, damit die Pflanze die Inhaltsstoffe bildet und einlagert und andererseits darf nicht zu viel Sonnenlicht genommen werden, damit die Pflanze überleben kann.

Im weiteren Verlauf werden die Teeblätter nach der Ernte gedämpft, um die Fermentation zu stoppen (mehr dazu finden sie hier). Das Blatt wird aber nicht gerollt sondern langsam getrocknet. Um Matcha herzustellen, wird dann nur das Blattfleisch verwendet (Stängel und Blattadern werden aussortiert), welches in Steinmühlen zum bekannten Pulver gemahlen wird. 

Die Aufwendige Produktion und vor allem, dass die Mühlen nur rund 30 – 40g Pulver in der Stunde erzeugen, erklärt den meist stolzen Preis des Matcha Tees. 

 

Wie wird er getrunken?

MatchaTraditionell wird die Schale mit heißem Wasser vorgewärmt. Ca. 2g Matchapulver (2 Bambuslöffel) werden in die Schale gegeben und mit etwas lauwarmem Wasser aufgegossen und mit einem Matchabesen zu einer cremige klumpenfreien Masse verrührt. Anschließend wird das ganze mit ca. 70ml und ca. 80°C heißem Wasser aufgegossen und mit dem Matchabesen min. 30 Sekunden (bis zu 1 Minute) kräftig aufschlagen bis ein kräftiger Schaum an der Oberfläche entsteht.

Neben dieser Zubereitungsvariante, die „etwas“ aufwendig erscheint, spricht natürlich nichts dagegen, den kulturellen Unterbau wegzulassen und den Tee schnell zuzubereiten. Warum nicht mit einem handelsüblichen Milchschäumer aufschäumen? In einer „normalen“ Tasse anststatt der „unregelmäßig glasierten Keramikschale„? Auf diese Weise nimmt die Zubereitung nicht mehr Zeit als bei der eines Espressos in Anspruch!

Die Wirkung

„Matcha ist grüner Tee auf Steroiden“ (Anna Burghardt, Tee! Tee! Tee!, 2012)

Matcha wird oft als Espresso unter den Tees beschrieben. Tatsächlich wirkt er stark anregend, weil wie bereits oben beschrieben die ganze Pflanze mit all den Inhaltsstoffen konsumiert wird. Er stimuliert rasch. Aber im Gegensatz zum Kaffee geht das Koffein nicht schockartig ins Blut über. Dafür ist der aufputschende Effekt länger anhaltend.

Matcha im Trend?

Ja! Die Nachfrage steigt. Immer häufiger werden in Illustrierten Rezepte mit Matcha veröffentlicht. Quasi als Kakaoersatz wird Matcha beim Backen und Kochen eingesetzt. Vielleicht eröffnet ja auch hierzulande in nächster Zeit die eine oder andere Matcha Bar und wir können endlich Matcha Latte, Karamell, Vanille, und und und  trinken! Zumindest den Matcha Latte kann man in Wien im „metcha matcha“ ordern!

Matcha in spitzen Qualität finden sie in unserem Online Shop!

Matcha Rezept Ideen

1. Matcha Eis

2 gestrichene EL Matcha, 130g Kristallzucker, 3 Dotter, 150ml Milch, 250 ml Sahne

Den Matcha mit der Hälfte des Zuckers vermischen. Dotter mit dem restlichen Zucker schaumig rühren. Die Milch erhitzen und vorsichtig unter die Matcha-Zucker-Mischung rühren, diese Masse in einigen Portionen zur Dotter-Zucker-Mischung geben. Die Sahen schlagen und unterheben. In einer Eismaschine frieren oder in einer flachen Metallform für einige Stunden ins Tiefkühlfach stellen und immer wieder gut durchrühren. So verhindert man, dass sich Kristalle bilden und das Eis wird cremig. (Quelle: Anna Burghardt, Tee! Tee! Tee!, 2012)

 

2. Matcha Pudding

1/2 l Sojamilch, 1 gehäufter EL Matcha, 70g Kristallzucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 5 Blätter Gelantine

Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Matcha, Zucker und Vanillezucker gut verrühren, sodass keine Klümpchen bleiben. Die Sojamilch erwärmen, bis sie lauwarm ist, dann die eingeweichte Gelantine darin unter Rühren auflösen. Die Matcha-Zucker-Mischung mit einigen Esslöffeln Sojamilch verrühren. In kleine Förmchen füllen und für einige Stunden kalt stellen. (Quelle: Anna Burghardt, Tee! Tee! Tee!, 2012)

 

 

 

Literatur Empfehlung
Tee! Tee! Tee!: Bubbles, Cocktails, Accessoires – ein altes Getränk erfindet sich neu

 

[important]Teilen sie ihre Matcha Erfahrungen mit uns und hinterlassen sie ein Kommentar! [/important]

1 Ping

  1. Grüner Tee ist der beste Eisen - Lieferant, oder doch nicht?

    […] Während es beim Bancha vielleicht etwas ungewöhnlich ist, die Blätter zu essen, ist dies beim Matcha ohnehin so gedacht. Da man beim Matcha ja das pulverisierte Blatt konsumiert und nicht “nur” den Aufguss! (Mehr zum Matcha finden sie hier) […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>