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Grüner Tee ist der beste Eisen – Lieferant, oder doch nicht?

BIO BANCHAGrüner Tee wird sehr häufig als perfektes Getränk bezeichnet, um den weit verbreiteten Eisenmangel zu bekämpfen. Eisenmangel ist der häufigste Nährstoffmangel überhaupt. Laut einer deutschen Studie (Verzehrstudie 2008 des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel Deutschland) unterschreiten vor allem Frauen (mehr als 75%) die empfohlene Dosis.

Eisen ist ein essentielles Spurenelement und wird im Körper für etwa 180 Funktionen benötigt. Eine der wichtigesten Funktionen ist das Mitwirken an der Bildung von Hämoglobin (Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen). Dadurch wird die Aufnahme, der Transport und die Speicherung des Sauerstoffes im Blut ermöglicht. Die Wichtigkeit von Eisen steht wissenschaftlich außer Frage. 

Wo soll man also dieses wichtige Spurenelement Eisen herbekommen? Aus grünem Tee?

In der Tat hat grüner Tee eine Menge Eisen vorzuweisen. Die Teeblätter zählen sogar zu absoluten Spitze, was dein Eisengehalt von Lebensmitteln betrifft. Je nach Sorte beinhalten Grünteeblätter 10-40 mg / 100g.
Perfekt, oder?
Also nichts wie her damit und einen Aufguss gemacht! HALT! Genau das ist leider auch das Problem: Der Aufguss. Obwohl im Teeblatt selbst reichlich Eisen enthalten ist, kann man das vom Aufguss leider nicht mehr behaupten! Es kommen nur ca. 0,1-0,2 mg / l Wasser von 3 Gramm ins Wasser.
Das gilt nicht nur für grünen Tee sondern grundsätzlich für alle Teesorten. Auch für andere sehr eisenhältige Pflanzen wie Rooibos (Rotbusch), Brennessel, usw. Leider ist im Aufguss dieser Pflanzen nur mehr wenig Eisen zu finden.

Ist Grüntee jetzt also doch kein perfekter Eisen-Lieferant?

Doch! Das ist er. Jetzt denken sie sicher: Was? Gerade noch hat er mir erzählt, dass fast das ganze Eisen auf dem Weg in die Tasse verloren geht! Wie jetzt?
Nein, es geht nicht verloren! Vielmehr bleibt es einfach in den Teeblättern enthalten. Die Lösung ist also, die Blätter zu essen! Idealerweise trinkt man den Aufguss und genießt seinen grünen Tee und isst dann einfach die Blätter. Und schon kommt das Eisen dort hin wo es hin soll 🙂

Da man die Pflanze „ganz“ konsumiert, sollte man unbedingt darauf achten, dass es sich um BIO Qualität handelt.

Generell sind die japanischen Grüntees besser geeignet. Vor allem der Bancha und Matcha werden in diesem Zusammenhang immer empfohlen. 

Besonders geeignet sind dabei die Bancha-Teeblätter (Eisen: 38 mg / 100 g !) und Matcha (13-17 mg / 100g), beides japanische Grünteesorten. (Dr. Schweikart)

Während es beim Bancha vielleicht etwas ungewöhnlich ist, die Blätter zu essen, ist dies beim Matcha ohnehin so gedacht. Da man beim Matcha ja das pulverisierte Blatt konsumiert und nicht „nur“ den Aufguss! (Mehr zum Matcha finden sie hier)

Neben grünem Tee liefern aber natürlich auch andere Lebensmittel Eisen. Bisher dachte ich, dass Fleisch ein sehr guter Eisenlieferant sei. Zumindest wurde mir das immer wieder gesagt. Das stimmt so aber nicht! Rinderfleisch, Schweinefleisch und Hühnerfleisch besitzen tendenziell nur unter 2 mg Eisen pro 100g. Da hilft es auch nicht viel, dass das tierische Eisen bis zu 3 mla besser verwertbar ist als das pflanzliche Eisen. Es gibt aber zahlreiche Pflanzen mit einem sehr hohen Eisengehalt:

  • Gewürze (Kardamom, Petersilie, Zimt)
  • Bancha-Tee 
  • Matcha Grünteepulver 
  • Goabohnen
  • Roh-Kakao 
  • Leinsamen, Sesam 
  • Vollkorngetreide (Amaranth, Quinoa)
  • Sojamehl
  • Eierschwammerl
  • Hülsenfrüchte

Um die Eisenaufnahme generell zu verbessern helfen Vitamine und eiweißreiche Nahrung. Vor allem Vitamin C soll eine sehr positive Wirkung in diesem Zusammenhang aufweisen!

Also: den grünen Tee (vor allem Bancha und Matcha) nicht nur trinken, sondern auch essen! Dann klappt’s auch mit dem Eisen…

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