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Schwarzer Tee

Schwarzer Tee: Was ist das?

Schwarztee wird hauptsächlich nach den drei Hauptanbaugebieten benannt:

schwarzer tee

Assam

schwarzer tee

Ceylon / Sri Lanka

schwarzer tee

Darjeeling

 

 

 

 

 

 

 

1. Assam, 

2. Ceylon bzw. Sri Lanka und 

3. Darjeeling. 

Es gibt noch viele andere Gegenden, in denen Tee gedeiht und angebaut wird, aber diese drei sind die Wichtigsten.

Für den Schwarztee werden in der Regel die Blattknospe und die beiden obersten Blätter verwendet, was man auch „two leaves and the bud“ nennt. Traditionell per Hand gepflückt durchlaufen die geernteten Blätter dann fünf Schritte, bis der Tee trinkfertig ist.

Schwarzer Tee: Die 5 wichtigsten Phasen der Herstellung

1. Welken
Dem frische Blattgut wird ca. 30% der Feuchtigkeit entzogen. Es wird so weich und geschmeidig für das anschließende Rollen. Das Welken erfolgt in sogenannten Welktrögen (ca. 30 m lang), die von riesigen Ventilatoren belüftet werden. Das ganze dauert bis zu 18 Stunden.

2. Rollen
Das gewelkte grüne Blatt wird in großen Rollmaschinen gerollt. Das sind zwei große Metallplatten, die sich kreisend gegeneinander bewegen. So brechen die Zellwände des Blattes auf und der Zellsaft tritt in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft. Dadurch wird die Fermentation eingeleitet und ätherische Öle entstehen, die den Duft und das Aroma des Tees bestimmen. Der gerollte Tee wird nun in einen Fermentationsraum gebracht.

3. Fermentieren
Die Fermentation ist ein Oxidations- bzw. Gärungsprozess des austretenden Zellsaftes. Zu diesem Zweck wird der Tee ca. 10 cm dick auf Tischen ausgebreitet. Während dieser 2-3 Stunden verfärbt sich das Blatt langsam kupferrot. In dieser Phase wird die spätere Qualität des Tees maßgeblich bestimmt. Durch Fermentieren entscheidet es sich auch, ob aus der Teepflanze ein Schwarztee oder Grüntee wird.

4. Trocknen
Sobald der gewünschte Fermentationsgrad erreicht ist, wird der Tee getrocknet. Bei ca. 90°C bindet sich der Zellsaft fest ans Blatt. Nach ca. 20 Minuten Trockenzeit beträgt die Temperatur noch ca. 40°C und es bleiben rund 6% Restfeuchtigkeit übrig. Beim Teeaufguss löst sich dann der getrocknete Saft durch das heiße Wasser vom Blatt und ergibt den typischen aromatischen Geschmack.

5. Sortieren
Der Schwarztee, der den Trockner verlässt wird Roh-Tee genannt. Durch verschiedene Siebgrößen wird er in die handelsüblichen Blattgrößen unterteilt:

– Blatt-Tee
– Broken-Tee
– Fannings
– Dust

Eine weitere Methode zur Teeaufbereitung ist die sogenannte CTC-Produktion. (Crushing Tearing Curling). Hier wird das grüne Blatt gewelkt, einmal gerollt und dann zwischen Dornenwalzen zerrissen und gelangt dann direkt in den Fermentationsraum. Nach dieser Methode gibt es keine Blatt- und auch so gut wie keine Broken-Tees. Hauptresultat sind Fannings.

Schwarzer Tee: Die wichtigsten Sortierungen

Blatt Tee

FOP: Flowery Orange Pekoe
Bei Darjeelings auch Golden Flowery Orange Pekoe (GFOP) und Tippy Golden Flowery Orange Pekoe (TGFOP). Hierbei handelt es sich um ein dünnes, drahtiges Blatt mit Tips (= gold od. silberfarbenen Blattspitzen). Sie sind ein Zeichen dafür, dass junge Teeblätter verwendet wurden.

OP: Orange Pekoe
Ein etwas längeres und größeres drahtiges Blatt als FOP. Orange bezieht sich auf das holländische „Oranje“ was „königlich“ bedeutet.

P : Pekoe oder FP: Flowery Pekoe
Dieses Blatt ist kürzer und gröber als OP und oft auch weniger fein gerollt. Pekoes sind kräftiger im Aufguss als OP.

Broken Tee

FBOP: Flowery Broken Orange Pekoe
Ein sauber gearbeitetes, gut gerolltes Blatt mit vielen Tips, die dem Tee ein attraktives Aussehen geben.

GBOP: Golden Broken Orange Pekoe
Vor allem bei Assam ein sehr feiner und kräftiger Tee

BOP: Broken Orange Pekoe
Ein gut gearbeitetes Blatt. Allerdings mit weniger Tips als FBOP und kräftiger aber weniger blumig im Geschmack.

BOP1: Broken Orange Pekoe 1
Auf manchen indischen Plantagen eine Bezeichnung für FBOP. Eigentlich (in Ceylon) ein „semi-leaf tea“: Halb-Blatt- Tee. Diese Sortierung liegt zwischen OP und BOP.

BP: Broken Pekoe
Bei der CTC Produktion eine Sortierung mit sehr kräftiger Tasse.

Fannings und Dust
Die beim Sieben anfallenden, kleinen und kleinsten Teilchen des Blattes. Diese werden bevorzugt in Aufgussbeuteln verwendet.

 

Schwarzer Tee: Zubereitung

Die Grundregel für klassischen Schwarztee ist ein gehäufter Teelöffel Tee (ca. 2 g) pro 1/4 Liter Wasser bei einer Ziehzeit von 3 Minuten.

Wenn sie eine anregende Wirkung des Tees wünschen, ist eine Zeit bis zu drei Minuten einzuhalten. Ab 3 – 5 Minuten wirkt Tee beruhigend, und zwar umso weniger anregend, je länger dieser zieht. Damit der schwarze Tee bei längerer Ziehzeit nicht zu bitter und zu stark wird, empfehle ich etwas weniger Tee beim Aufbrühen zu nehmen.

Bei aromatisierten Teesorten ist das Aroma bei kurzer Ziehzeit stärker ausgeprägt als bei längerer, da der Eigengeschmack des Schwarztees das beigefügte Aroma überdeckt. Sie können also ganz einfach selber bestimmen, wie Ihr Tee schmecken soll, wenn Sie die hier genannten Regeln berücksichtigen.
 

Schwarzer Tee: Wirkung 

Das im Tee vorkommende Koffein nannte man früher Teein. Das Koffein im Tee entfaltet sich jedoch milder und langsamer, als jenes im Kaffee. Man sagt, dass eine Tasse Tee anregt aber nicht aufregt, da das Koffein nicht wie im Kaffee schockartig ins Blut übergeht, sondern kontinuierlich.

Schwarzer Tee enthält Koffein und in geringen Mengen auch Theobromin und Theophyllin. Koffein hat eine anregende und leicht harntreibende Wirkung. Wenn der Teeaufguss nur zwei Minuten ziehen gelassen wurde, hat der fertige Tee eine anregende Wirkung.

Die weiteren Inhaltsstoffe vom Schwarztee sind Gerbstoffe, die kontinuierlich aus den Blättern herausgelöst werden. Die Gerbstoffe machen den Tee dann bitter.
Zum Schwarztee wird oft Zucker oder Honig, Milch, Rahm oder Zitrone nach persönlichem Geschmack hinzugefügt. 

 

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